Mich beschäftigt seit Jahren der Gedanke an ein Kunstwerk, das so umfassend ist, daß es nur im Dialog und in der Diskussion mit der Öffentlichkeit entwickelt und realisiert werden kann. Das Projekt heißt "Büchse der Pandora".
Real geht es um die Planung und den Bau einer überdimensionalen Skulptur – eines schwankenden Turms, den man nicht besteigen kann und auf dessen Spitze das überdimensionale Abbild einer gewöhnlichen Konservendose balanciert - die Büchse der Pandora.
Geistig geht es um die Entwicklung eines Bildes unserer Zukunft in der Auseinandersetzung mit Kunst, Philosophie, Technologie, Ethik und Politik.
Ich möchte damit unserer Zeit des Aufbruchs, in der wir uns befinden, ein Denkmal setzen. Ein Zeichen, das uns an die altgriechische Menschheitsgeschichte des Prometheus erinnert, - an uns selbst.
Der Standort des Denkmals befindet sich außerhalb unseres gewohnten Umfeldes: Die Insel Spitzbergen, ein einsames Eiland im nördlichen Polarmeer der Arktis, nur 800 km vom Nordpol entfernt. Live geschaltete Bilder über Satellit zeugen von der tatsächlichen Existenz des Monuments.
Dieses Projekt habe ich bewusst als technische und geistige Herausforderung konzipiert. Seine Umsetzung ist so schwierig, widersprüchlich oder paradox, dass, wenn man es dann realisiert, man etwas bewirkt. - Etwas in Bewegung setzt, weil man es macht.
